Weniger ist mehr: Sicher und effektiv ohne unnötige Kombinationen

Aktuelle Studien zeigen, dass die Kombination von oraler Antikoagulation (z. B. DOAK) mit niedrig dosiertem Aspirin oder Clopidogrel bei Patienten mit Vorhofflimmern und chronischer koronarer Herzkrankheit mehr Schaden als Nutzen bringen kann.
- Die AQUATIC-Studie musste frühzeitig beendet werden, da die Kombination von Antikoagulation plus niedrig dosiertem Aspirin im Vergleich zur Antikoagulation allein zu 53 % mehr schweren kardiovaskulären Ereignissen (MACE) und mehr als dreifach erhöhten schweren Blutungen führte.
- Ähnlich zeigte die ADAPT AF-DES-Studie, dass die alleinige Antikoagulation (ohne Clopidogrel) zu 46 % weniger schweren kardiovaskulären Ereignissen und 62 % weniger schweren Blutungen führte.
- Weitere Studien wie AFIRE und EPIC CAD bestätigen diese Ergebnisse und stellen die lange verbreitete Praxis in Frage, Patienten mit Vorhofflimmern und koronarer Herzkrankheit routinemässig mit einer Kombination aus Antikoagulanz und Antiplättchenmedikamenten zu behandeln.
In der Praxis bedeutet das für viele Patientinnen und Patienten, dass eine alleinige orale Antikoagulation mit DOAK ausreicht und eine zusätzliche antiplättchenbasierte Therapie oft nicht notwendig und sogar risikobehaftet ist.
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